Begegnungen – Achim Oberdorfer

von | 14.Mai.2017 | 50/1.8, Begegnungen, Portriat, Projekt

Achim Oberdorfer lebt mit seiner Frau Karin und Cattle Dog Mäx im Hochtaunuskreis in Hessen. Ich lernte die Beiden bei unserem gemeinsamen Freund Martin Dümmel (Lost Legends Reining Horses: Western- und Reinig-Trainer, Pferdezüchter und und und …) kennen. Wann genau kann ich gar nicht mehr sagen. Das dürfte aber so 2016 herum gewesen sein.

Karin und Achim waren mir auf anhieb sympathisch – und das ist nicht oft so. Später erfuhr ich, dass Achim Gebisse, Sporen und wunderschöne Kleinteile speziell für die Westernreiterszene erstellt. Reine Handarbeit und wunderschön. Durch Gespräche mit den Beiden bei verschiedensten Gelegenheiten (Stall, Pferdetraining, Feiern aller Art) erfuhr ich immer etwas mehr über Ihr Leben und Ihr Tun. Neugierig geworden, dachte ich mir, dass ist doch ein Kandidat für mein Buchprojekt „Begegnungen“.

Gedacht – getan! Im Mai besuchte ich also Achim, Karin und Mäx in Ihrem zu Hause im Hochtaunus. Achim hat bis jetzt schon ein bewegtes Leben und wer weiß wo das noch alles hinführt.

Geboren wurde Achim (aka Donut) 1970 in Stuttgart. Von seinem Großvater erbte er das Geschick und die Liebe zur handwerklichen Arbeit. Er erlernte den Beruf des Maschinenbaumechanikers. Doch schon nach kurzer Zeit wechselte er das Genre und arbeitet mit Kaltblütern in der Forstwirtschaft. Er rückte Holz, machte Feuerholz und betätigte sich als Fuhrunternehmer. Wenn man nun denkt: „WOW, was für ein ungewöhnlicher Wechsel!“ dann wird man von nächsten Abschnitt seines Arbeitslebens mehr als nur überrascht sein. Anfang der 1990er Jahre zog er eine Schürze an und wagte den Versuch Mini Donuts auf Westernreitturnieren unter die Leute zu bringen. Aus dieser Zeit stammt auch sein Spitzname „DONUT“ der ihm bis heute erhalten geblieben ist. Aus dieser Zeit stammen auch seine guten Kontakte und auch Freundschaften zu bekannten Größen der Westernreiter Szene. Namen wie Grischa Ludwig, mit dessen Familie er bereits vorher befreundet war, Maik Bartmann und viele andere Urgesteine der deutschen Westernreitszene zählen dazu.

In den nächsten Jahren beschäftigte er sich mehr und mehr mit seiner kreativen Seite. Motorsägekunst, Lederarbeiten oder baute mal eben der ersten XL Smoker in Deutschland. Verarbeitete eigene Entwürfe und Ideen auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen. So ganz „nebenbei“ stattete er zusammen mit seiner Frau Karin auch noch eine Pferdezucht – die Donut Quarter Horses!

Das Jahr 2012 war für Achim ein Jahr, dass man durchaus als Schicksalsjahr bezeichnen könnte. Achim erkrankte schwer und kämpfte gegen seine Krankheut erfolgreich an. Sein langjähriger Freund, Stephan Winter verstarb viel zu früh im selben Jahr. Stephan war Hufschmied und ein genialer Sporenbauer. Achim, Stephan und dessen Bruder Tom Winter (Tom Winter Saddlery) kamen sich in dieser Zeit wieder näher. Statt sich aufzugeben nutze er diese Zeit um seinen langjähriger Traum, Gebisse für den Pferdesport zu bauen in die tat umzusetzen.

Hieraus entstand das, was es heute ist – Handwerk und Berufung – DONUT Bits N Spurs.

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