Himmelskinder

Himmelskinder

Himmelskinder

Nichts anderes als Engel in Menschengestalt
Himmelskinder bewachen mich
achten auf mich beachten und achten mich
im Grau des Himmels verborgen
stoßen sie zu mir herab

kommen stets zur rechten Zeit
vertreiben meine eigenen Wolken
Wolken die sich um Herz und Seele spannen
verjagen den Kummer und das Grau
geben Wärme und Geborgenheit

Himmelskinder die jeder brauch
immer ein tröstendes Wort
immer eine wohltuende Umarmung
stets bereit zu helfen
Danke meinen Himmelskindern

[jko 15.03.2019]

Wolken wehen

Wolken wehen

LUCY inspiriert mich immer wieder zu wunderbaren Bildern. Nicht zuletzt, weil auch Sie Texte aus dem Leben verfasst und mir diese ab und an zu lesen gibt. So wie in diesem Fall. Wolken wehen bekam ich im Oktober zu lesen und hatte sofort Bilder im Kopf. Im November trafen wir uns dann, um die Ideen in meinem Kopf zu Bildern werden zu lassen.

Auch hatte ich mich spontan an ein Bild von Herrn Buchta erinnert und wollte es gerne einbauen. So hab ich Thomas angeschrieben und ihm meine Idee geschildert und gefragt, ob er mir PLANET KREFELD für ein Compositing zur Verfügung stellt – was soll ich sagen: Danke Thomas!

Das ist dabei herausgekommen:

Wolken wehen

Ich bin ein Haus.
Nein kein Haus, ich bin größer als ein Haus.
Ich bin ein Riese.
Ich berühre die Wolken.
Wenn meine Augen auf und zu gehen, erzeuge ich einen Windstoß, der die Wolken in meinem Gesicht weg weht.
So groß bin ich.

Die Kleinigkeiten der Welt, spielen keine Rolle für mich.
Der Dreck und der Schmutz, die Schwierigkeiten und Probleme, sind so winzig, dass ich sie kaum wahrnehmen kann.
Ich versuche mit meiner Größe keine Häuser zu zertreten.
Die Häuser der kleinen Menschen, die die Erde bevölkern.
Die Häuser der Menschen, die sich von dem Dreck, dem Schmutz, den Schwierigkeiten und den Problemen klein halten lassen.
Sie können wachsen, wie ich es einst getan habe.
Größer werden als ein Haus, so groß das auch ihre Wimpern Wind erzeugen.
Sie müssen nur loslassen.
Loslassen und lernen, dass nichts auf der Welt sie stoppen kann,
dass nichts sie klein halten kann und das auch sie groß sein können, größer als ein Haus.

Doch Nachts beginnen der Dreck, der Schmutz, die Schwierigkeiten und die Probleme zu wachsen
Und während sie wachsen, werde ich klein.
Klein wie ein Haus, nein kleiner, klein wie eine Maus.

Dann stelle ich fest, nein ich bin nicht klein.
Nicht klein wie eine Maus, nicht klein wie ein Haus.
Nein hoch wie die Wolken.
Ich setzte mich auf und überschaue die Welt.
Besiege den Dreck, den Schmutz, die Schwierigkeiten und die Probleme.
Jede Nacht ein Kampf.
Jede Nacht, schrumpfen und wachsen.
Jede Nacht.
Und am Ende bin ich wieder groß.
Größer als ein Haus, hoch wie die Wolken
Und meine Wimpern erzeugen einen Windstoß, der die Wolken weg weht.

Perlenmädchen

Portraits von KIKO

Portraits von KIKO

Mit Portraits von mir bin ich immer sehr eigen – kaum jemand kennt mich gut genug, um Portraits von mir zu machen die MIR gefallen. Als Kiko zu Besuch war, hatte Sie ihre Kamera dabei und fragte, ob sie ein paar Bilder von mir machen dürfte.

Wir kennen uns seit über 10 Jahren und sie kennt mich wirklich gut. Ich dachte mir, wenn mich jemand ablichten kann wie ich mich mag, dann sie. Sie machte Licht, setzte mich in Pose und ich übernahm dann die Bildbearbeitung.

FAZIT:

SIE HAT ES GESCHAFFT!  Danke Kiko!

Schmerz ist gut,
wenn er von mir kommt!

Seelenfeuer

Seelenfeuer

Vorwort 

Es geschieht immer wieder einmal, dass Frauen zu mir kommen, weil Sie meine Bilder gesehen, meine Texte gelesen haben. Diese Frauen kommen, weil sie etwas zu verarbeiten haben. Weil sie mir zutrauen, Ihre geheimen, ihre versteckten, ihre unterdrückten Emotionen mit meinen Bildern Ausdruck zu verleihen.

Ich empfinde es als Privileg, von diesen Frauen erwählt worden zu sein. Erwählt Ihr Seelenleben in Bildern festzuhalten. Und ich bin dankbar! Dankbar, dass sie es mir zutrauen und dass ich die Bilder mit Ihnen zusammen entstehen lassen kann.

Miriam ist so ein Fall. Sie wollte diese Bilder – facettenreich und grundlegend unterschiedlich. Sie erzählte mir von Ihrem bisherigen Leben, den Zweifeln und dem Selbsthass der ihr eingepflanzt wurde. Das alles wollte Sie in Ihren Bildern zeigen – Schwäche, Stärke, Leid, Fraulichkeit, Selbstzweifel und Befreiung. Und nicht nur das. Nein – nach unserer zweiten Session schrieb Sie Ihre Gedanken dazu nieder und schickte mir Ihren berührenden und ehrlichen Text.

Diesen, Ihren Text und unsere gemeinsamen Bilder dazu möchte ich Euch unbedingt zeigen und Miriam damit Danke sagen!

Seelenfeuer

Ruhig ist sie geworden.

Um Erwartungen zu erfüllen, nicht aufzufallen,

die abwertenden Blicke zu vermeiden.

Die Frau in sich komplett vergraben,

lebt sie ihr Leben angepasst an das was gesehen werden will.

Wissend, dass das Feuer, das in ihr brennt,

nicht gern gesehen ist in ihrem Alltag als Mutter, Ehefrau.

Dass es falsch gewertet wird sobald es an die Oberfläche dringt,

dass es diese Blicke hervorruft, dieses Tuscheln,

das Ausgeschlossenheit nach sich zieht.

Aber manchmal schweifen ihre Gedanken ab,

denn sie spürt es lodern, fordernd, nicht zu ignorieren.

Es ist in ihr, will sich zeigen.

Ihre Wildheit, Weiblichkeit und Stärke.

Es will leuchten, will einen Platz in ihrem Leben.

Und nach und nach hört sie auf das Drängen,

beginnt zu ahnen wer sie ist und zu erkennen,

dass ihr Weg zu sich selbst in die Freiheit führt.

Zaghaft geht sie erste Schritte, zeigt sich, provoziert.

Bricht Grenzen auf und wagt sich in ein neues Leben.

Fühlt sich stärker, wild und frei.

Beginnt, die Blicke zu genießen statt zu fürchten,

denn hinter dem Vorhang aus Verachtung

verbirgt sich doch bloß Neid und tiefstes Sehnen.

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