Laura Painting das Endergebnis

Laura Painting
das Endergebnis

Ich bin mal wieder auf einen Spaziergang durch meine Bildarchive geschlendert als ich plötzlich im Jahre 2010 stand. Um genau zu sein stolperte ich in den 23. Mai 2010, Dort entdeckte ich Aufnahmen von Laura, die wir an diesem tage in meinem alten Mini-Atelier in Mömlingen machten.

Hier angekommen schaute ich mich in Ruhe um und fand ein Foto, von dem ich dachte, daraus kannst Du doch prima ein Bild machen, das aussieht als ob es gemalt wäre. So machte ich mich auf um dieses Projekt anzugehen. Aber diesmal mache ich gleich ein kleines Tutorial daraus um Euch einen Eindruck zu vermitteln, wie ich mit PS arbeite:

 

Grundbearbeitung

01-grundbereinigungZunächst wird das Ausgangsbild (links) mit einer Grundbearbeitung versehen. Das bedeutet in diesem Falle, den Hintergrund bereinigen, Unebenheiten und Flecken entfernen. Das Model nach belieben in Form schieben (meist mit dem Verflüssiger) und das war es dann schon mit der Grundbereinigung.

Danach wird das Objekt der Begierde – in diesem Fall das Model – mit dem Freistelltool von PS freigestellt …

Freistellen und Hintergrund bearbeiten

02-freistellenNach der Grundbereinigung wird das Model mit Hilfe des PS Freistellungstools (meines Wissens seit PS5 implementiert). Nach dem Freistellen wird der Hintergrund mit Hilfe einer neuen grauen Ebene bereinigt. Somit habe ich eine saubere graue Fläche um einen eigenen Hintergrund zu montieren.

Model Bearbeiten /Haut glätten und Dutch & Burn

haut dutch burnNun ist es an der Zeit das Model noch ein wenig zu bearbeiten – zunächst wird die Haut sehr geglättet. Da ich ja die Illusion eines gemalten Bildes erzeugen will, habe ich das freigestellte Model auf eine neue Ebene kopiert und mit „Matter machen“ (Radius 19 Px und Schwellenwert 19) heftig geglättet.
Nun ist das aber auch für das was ich vorhabe zu viel des Guten und ich will ja nicht die Klamaotten, die Augen oder Mund weichflöten… Also negative Ebenmaske erzeugen und mit einem Pinsel bei ca. 45% Deckkraft nur die Hautteile weichzeichnen, die man auch wirklich weich und glatt haben will.

Nun habe ich die Modelebenen zusammengefasst kopiert und eine neue Ebene daraus gemacht, die ich über Dutch & Burn (gezielte Kontrastverstärkung und Angleichung der harten und weichen Kontraste) so verändert habe, dass das Bild nun etwas plastischer wirkt. Und natürlich auch habe ich auch hier wieder mit negativer Ebenmaske gearbeitet und nur die Teile eingeblendet, die ich auf diese Art und Weise haben wollte.

Hintergrund montieren

Hintergrund einfügen und anpassen

Hintergrund einfügen und anpassen

Ich suche mir einen passenden Hintergrund aus meiner HG Bibliothek aus und lege ihn in diesem Fall ÜBER das Model und nicht dahinter. Da mein Hintergrundbild eine starke grün Tönung habe verändere ich damit die gesamte Lichtstimmung des Bildes. Damit ich die Lichtstimmung auch auf das Model übertragen kann, lege ich die HG-Ebene im Mischmodus Weiches Licht über das freigestellte Model und den einheitlich grauen Haupthintergrund. Nun kann man die Deckkraft noch verändern, so das es zur gewünschten Bildstimmung passt. In diesem Fall konnte ich diese aber bei 100% belassen, da sich durch den Mischmodus ohnehin eine sehr weiche Darstellung ergibt.

Jetzt hat aber das Model auch die Struktur des neuen Hintergrundes. Ich möchte aber nur die Licht/Farbstimmung haben. Ich Erzeuge also eine Auswahl des Freigestellten Models gehe wieder auf die neue HG-Ebene und wähle mit gauschen Weichzeichner einen Radius ab ca. 120 Pixel aus. Damit werden die Strukturen des Hintergrundes völlig glattgebügelt und es bleibt nur die Farbüberlagerung innerhalb der Auswahl bestehen. Diese kann ich jetzt noch durch Manipulation der Deckkraft nach meinen wünschen anpassen. Nicht vergessen die Auswahl nach beenden der Aktion wieder zu entfernen – sonst arbeitet man versehentlich nur in diesem Bereich weiter …

Ölfarbe und Glanzlichter

Ölmalerei und Glanzeffekt

Ölmalerei und Glanzeffekt

Jetzt kopiere ich alle relevanten Ebenen und fasse diese zu einer Ebene zusammen (Ölmalerei genannt) und nutze dann den in PS enthaltenen Filter Ölfarbe an. Mache meine Einstellungen für diesen Filter bis mir das Ergebnis gefällt und wende dann den Filter an. Ich habe nun den Effekt, den ich haben wollte. Das Bild erscheint wie eine Malerei und weniger wie eine Fotografie. Allerdings hat diese Filter auch wieder den Effekt, dass sehr viele Details verloren gehen (siehe Bild) und um dies zu vermeiden, lege ich eine positive Ebenmaske an und stelle mit dem Pinsel die Augen und den Mund wieder frei, damit diese nach wie vor scharf erscheinen.

Augen und Mund freistellen

Augen und Mund freistellen

So nun werden noch Glanzeffekte eingefügt. Das mache ich über eine recht einfache aber wirkungsvolle Technik: Ich erstelle Auswahlen mit dem Polygon-Lasso-Werkzeug und achte darauf, dass ich für jeden Bereich mit ähnlich großen Auswahlen auf eine eigene neue Ebene setze, damit die Effekte Bereichsweise angeglichen werden können. So habe ich in diesem Fall vier neue und leere Ebenen angelegt. jeweils eine für den Body, Arme und Oberkörper, Gesicht und Haare. Ich suche mir also nun die Stellen und Bereiche die ich gerne Glänzen lassen möchte und erstelle dafür Auswahlen mit dem Lasso. Danach gebe ich der Auswahl eine weiche Kante. Je nach Größe der ausgewählten Bereiche passe ich die weiche Kante an. Aber auch wenn man etwas zu wenig gewählt haben sollte, kann man die Ebene später noch per gauschem Weichzeichner anpassen. Die Ausgewählten Bereiche werden nun mit ca. 30% schwarz (helles grau) gefüllt und mit einem Mischmodus von „ineinander kopieren“, weiches Licht“ oder „strahlendes Licht“ versehen. Mit der Deckkraft kann man nun noch die Intensität wählen, in der die Glanzbereiche erscheinen sollen.

finale Anpassungen

finale Anpassungen

Jetzt noch eine leere Ebene auf die ich meine Unterschrift, mit Hilfe von Tablet, Zeichenstift und einem eigens angepassten Pinsels versehe. Finale Farbanpassung und das war es dann auch schon. Einfache Mittel mit deutlicher Wirkung.

Pin It on Pinterest

Share This