Stille

Absolute Dunkelheit und Stille umfängt mich in völliger Dunkelheit. Mein Rufen, meine Worte sind nicht zu hören. Ich laufe durch das undurchdringliche Schwarz. Kein Geräusch. Nicht das Poltern meiner Schritte, nicht der Widerhall meiner Worte – nichts dringt an mein Ohr. Nichts erreicht mein Hirn. Ziellos irre ich umher. Suche einen Anfang. Suche ein Ende. Kein Weg und kein Ziel. Ich gehe, ich laufe, ich renne ich stehe ohne Plan und ohne Sinn. Auf der Suche nach der Lösung. Nicht nach einem Ausgang. So hilflos ich auch bin in meiner stillen Schwärze so wenig will ich sie verlassen. So wenig kann ich dem entkommen. Die ständige Angst im Nacken, dass das was ich sage, rufe, schreie doch an ein Ohr dringt, das ich verletzen werde. Ein ums andere mal. Nicht weil ich es will. Weil ich es kann. Weil ich keine Kontrolle besitze.

Wo ist das Licht? Wo ist der süße Klang? Bin ich dazu verdammt im Nichts zu verweilen. Verschollen durch unbedachte Worte? Verschwunden durch schonungslose Offenheit? Auf immer verschwunden, unauffindbar, unwiederbringlich?

Nun steh ich hier in stiller Dunkelheit und all diese Fragen bleiben offen. Die letzte Hoffnung – mein alter Freund die Zeit, bleibt mir noch. Also steh ich hier und warte.

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