Durch einen Aufruf eines Bloggerkollegen (FOTOGRAFRdieser Artikel) angeregt und inspiriert mache ich mich jetzt daran einen Artikel über mich, meine „Fotografie“ und meine eigene Bloggerei schreibe.
Warum ich Fotografie in meinem Fall mit Anführungszeichen schreibe liegt daran, dass ich mich seit einiger Zeit mehr mit der Veränderung und Bearbeitung der von mir erstellten Fotos befasse, als damit einen perfekten Schuss hinzubekommen.

Wie dem auch sei – von dem oben erwähnten Aufruf angespornt schaute ich zunächst einmal nach WANN ich mit dem Bloggen angefangen habe. Damals war mein erster Blog auf blogger.com erschienen – das war laut meinem Blogger.com Account im September 2006 – also doch schon eine weile her…

Warum blogge ich? Die ehrliche Antwort lautet natürlich, dass ich blogge um mich und meine Arbeiten bekannt zu machen und meinen kleinen Schaar Fans auf dem Laufenden zu halten und zu informieren. Ich denke doch ernsthaft, dass ich zumindest mit einem Teil meiner Arbeiten auch etwas zu sagen habe. Etwas das mich beschäftigt. Etwas das mir gefällt. Etwas das mich berührt. Wenn ich damit auch noch Andere erreichen kann, dann ist es jedes  gebloggte Bild und jedes gebloggte Wort wert gewesen.

Ich fotografiere zum größten Teil Menschen. Am liebsten Frauen und Künstler jeder Art und hier wiederum besonders gerne Musiker und natürlich Musikerinnen. Als absoluter hundenarr und Tierfreund beschäftige ich mich auch immer wieder gerne mit der Tierfotografie – aber auch hier wird nichts so belassen wie auf dem Foto.

Zur Abwechslung mal ein Gemeinschaftsprojekt von Michél Gerlach (Fotograf), Nancy Schmidt (Model) und mir (Artwork)

Zur Abwechslung mal ein Gemeinschaftsprojekt von Michél Gerlach (Fotograf), Nancy Schmidt (Model) und mir (Artwork)

Man könnte also durchaus sagen, ich fotografiere um Bilder entstehen zu lassen. Ich bin also kein typischer Fotograf. Aber ich bin auch nicht nur ein Bildbearbeiter. Ich will, das alles aus meiner Hand kommt. Ab und an bearbeite ich auch mal ein Bild eines anderen Fotografen oder eines Freundes, der mich darum bittet. Aber das sind echte Ausnahmen – so wie das Bild Emerge-Nancy, welches ich mit freundlicher Genehmigung des Fotografen für die liebe Nancy Schmidt bearbeitet habe.

Portrait - auf eine Party in der Küche entstanden

Portrait – auf eine Party in der Küche entstanden

Meine Arbeit bedeutet einfach alles für mich. Ich kann mich ausleben, ausdrücken und auch erleichtern.  Ich kann meine teilweise doch sehr abstruse Gedankenwelt und meine flüchtigen Gedanken durch meine Bilder einen Hauch von Ewigkeit geben.

Natürlich ist es schön, wenn anderen meine Arbeiten gefallen – aber ich liebe es wenn ich polarisieren kann. Das ist das Salz in der Suppe.

Wirkliche Fotografische Vorbilder hab ich keine. Aber es gibt einige deren Arbeiten ich wirklich bewundere – dazu gehören:

  •  Jim Rakete (wegen der wunderbaren Künstlerportraits – darum beneide ich ihn wirklich)
  •  Ansel Adams für seine wunderbaren Landschaftaufnahmen – das hab ich einfach nicht drauf.
  •  Leni Riefenstahl – auch wenn es politisch nicht korrekt sein sollte, Ihre Körperbilder waren einfach grandios …
  •  Ralph Gibson – Er hat ein unglaubliches Auge und Gefühl für Situationen und Bilder – die Serie San Fran von 1960-61 finde ich unglaublich beeindruckend

 

Aber ich kann hier jetzt nicht alle aufzählen, deren Arbeiten mir gefallen oder mich gar berühren. Das wäre allein einen ganzen Artikel wert. Wer weiß? Vielleicht schreibe ich den ja auch noch irgendwann.

 

Also weiter in der Liste der Punkte die für diese Aktion ab zu arbeiten sind …

 „Wenn ich das Budget für eine vierwöchige Foto-Reise gestellt bekommen würde, …..“

Das ist für mich die absolut schwierigste Frage. Das ist wirklich sehr schwer. Ich habe auch lange darüber nachgedacht und habe etwas gefunden, das ich wirklich gerne machen würde, wenn ich es finanziert bekäme.

Ich würde 4 Wochen lang kreuz und quer durch Deutschland fahren. Dabei alte Freunde wiedersehen (die mit Fotografie zu tun haben – so wie Vernon Trent oder Michael Quack) und neue Freundschaften und Bekanntschaften knüpfen. Auf dem ganzen weg würde ich mich einfach auf mein Bauchgefühl verlassen und versuchen irgendwo unter zu kommen und das ganz fotografisch zu dokumentieren. Ich würde Portraits von ganz normalen Menschen machen, die mir auf meinem Weg begegnen, würde ein Tagebuch führen, evtl. würde ich das ganze mehr oder weniger live via Twitter, FB & Co. Posten und ein Event draus machen. Ich wüsste nicht wo es mich hinführen würde und was für Bilder entstehen würden. Würde Menschen die mir auf meine Social-Network-Einträge beantworten besuchen, mit ihnen reden, sie portraitieren. So etwas würde ich wirklich gerne einmal machen. Das wäre sogar ein großer Wunsch.

Um die nächste Frage zu beantworten, würde ich unheimlich gerne mal Jack Nicholson fotografieren. Der steht ganz oben auf meiner Liste.

Und die letzte Frage ist die, deren Antwort mir am einfachsten fällt. Um einen Einsteiger in die Fotografie zu begeistern würde ich ihm zeigen was mich an der Fotografie begeistert und wie ich es mache.

 

 Um noch ein paar Worte über mich zu verlieren

Im Alter von 15 Jahren schenkte mir mein Großvater Valentin Klug eine Kodak Retina Reflex mit zwei Objektiven und seit dem bin ich von der Fotografie nie wieder richtig losgekommen. Und das war so 1980 rum – also keine Frage, ich hab natürlich analog angefangen. Mit allem was dazu gehörte. Mit Kodak und meinem Lieblingsfilm Illford HP5 und später dann der HP5 Plus sowie auch Illford Papiere Fotolabor in der Schule und der FH und später ein kleines eigenes SW Labor im Keller.

Leider ist davon nichts mehr übrig. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wann die tausende von Negativen und Ausbelichtungen verschwunden sind. Aber leider ist es so. Nach mehr oder weniger intensiver Hobbyknipserei mit Analogen Kameras begann ich 2005 mit dem Kauf einer Canon 350D machte ich dann erste Erfahrungen mit der digitalen Fotowelt. Hier bin ich dann auch hängen geblieben und arbeite heute meistens mit der Canon 5D.

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